Im Vordergrund steht eine große, schwarze Tafel mit weißer, versetzt angeordneter Schrift: ‚ZERBROCHNE HARMONIEN‘. Links daneben sind Notenständer zu sehen. Im Hintergrund befindet sich eine blaue Wand mit einem Informationstext in weißer Schrift und der Überschrift ‚KLEIST UND DIE MUSIK‘. Rechts davon sind runde, schwarze Tafeln mit grafischen Elementen und kurzen Texten an der Wand angebracht. Der Raum ist hell ausgeleuchtet und wirkt modern gestaltet.

Zerbrochne
Harmonien.
Kleist und
die Musik

bis 30. August 2026

1811 wollte sich Heinrich von Kleist ein Jahr lang „mit nichts als der Musik beschäftigen“. Es wäre alles, was er „über die Dichtkunst gedacht habe, auf Töne bezogen“. Seither ist zu Kleists Leben und Werk eine Vielzahl von Instrumentalwerken und Opern von der Spätromantik bis zur elektronischen Musik entstanden. Sowohl die Bedeutung von Musik für Kleist als auch seine musikalische Wirkungsgeschichte werden in der Schau präsentiert. 

Der Fokus der musikalischen Adaptionen liegt dabei auf Opern nach seinem Lustspiel ‚Der zerbrochne Krug‘ von Viktor Ullmann, Zbyněk Vostřák und Fritz Geißler. 

Lernen Sie in dieser Ausstellung eine unbekanntere Facette von Leben, Werk und Rezeption Heinrich von Kleists kennen.

Beteiligte

Kuration: Dr. Adrian Schliebe

Gestaltung: Studio Neue Museen, Halle (Saale)

Gefördert von: Der Beauftragte für Kultur und Medien (Bund), Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (Land Brandenburg), Stadt Frankfurt (Oder)


Ausstellungskalender

19:00 Uhr
Eine Gruppe von Menschen steht auf einem Parkettboden vor einem hellen Vorhang. Sie halten verschiedene Streichinstrumente, darunter Violinen, Bratschen, Celli und einen Kontrabass, der auf dem Boden liegt. Die Personen sind überwiegend leger gekleidet und blicken in Richtung Kamera.
Streicherensemble des Orchesters der Frankfurter Musikfreunde ©OFM
Konzert

Das Orchester der Frankfurter Musikfreunde gestaltet eine kleine tönende Reise, mit mal mehr, mal weniger versponnenen Bezügen zwischen dargebotener Musik und dem Autor. Hier und dort darf die Zuhörerschaft gespannt sein, welcher illustre Frankfurter sonst noch eingeflochten wird. Eingedenk des Jahrestages der Französischen Revolution wird das sonst etwa 40-köpfige Orchester um etwa 25 Köpfe kürzer gemacht – zum Glück ganz ohne Guillotine. Es spielt eine kleine, spielfreudige Streicherbesetzung.

Programm:

Ottorino Respighi: Italiana aus Antiche danze et arie per liuto, Suite No.3

Antonio Vivaldi: Cello-Konzert in h-moll, RV 424 (Solist: Frank Israel)

Benjamin Britten: Sentimental Sarabande und Playful Pizzicato, Simple Symphony

Gunther Reinecker: Szenen für Streicher

Eintritt frei! Spenden erwünscht

13:30 Uhr
Ein Mann im Anzug steht vor einer blauen Wand mit Schallplatten und spricht zu einer Gruppe von Menschen. Die Schallplatten sind in einer Reihe an der Wand angebracht. Über den Schallplatten steht in großen weißen Buchstaben ein Zitat von Heinrich von Kleist. Die Zuhörerinnen und Zuhörer stehen dicht beieinander und blicken aufmerksam auf den Mann, der mit einer ausladenden Geste spricht. Die Szene spielt in einem Ausstellungsraum mit gedämpfter Beleuchtung.
Kuratorenführung ©Gordon Welters
Führung

Kleist und die Musik – ein weites und facettenreiches Feld. Wie wählt man aus der vorhandenen Fülle an Themen und Objekten, wenn man zwei Ausstellungsräume bespielt? Zur Finissage gibt Kurator Adrian Schliebe einen Einblick in die Entstehung seiner Ausstellung und führt ein letztes Mal durch „Zerbrochne Harmonien“.

Teilnahme frei!