Bitte beachten Sie: Reservierte Tickets müssen spätestens 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn bezahlt worden sein. Danach verlieren Reservierungen ihre Gültigkeit, sodass eine Teilnahme nicht mehr garantiert wird.
Das Orchester der Frankfurter Musikfreunde gestaltet eine kleine tönende Reise, mit mal mehr, mal weniger versponnenen Bezügen zwischen dargebotener Musik und dem Autor. Hier und dort darf die Zuhörerschaft gespannt sein, welcher illustre Frankfurter sonst noch eingeflochten wird. Eingedenk des Jahrestages der Französischen Revolution wird das sonst etwa 40-köpfige Orchester um etwa 25 Köpfe kürzer gemacht – zum Glück ganz ohne Guillotine. Es spielt eine kleine, spielfreudige Streicherbesetzung.
Programm:
Ottorino Respighi: Italiana aus Antiche danze et arie per liuto, Suite No.3
Antonio Vivaldi: Cello-Konzert in h-moll, RV 424 (Solist: Frank Israel)
Benjamin Britten: Sentimental Sarabande und Playful Pizzicato, Simple Symphony
Auch in diesem Sommer laden das rbb-Studio Frankfurt (Oder) und das Kleist-Museum zum Sommerkino ein. Gezeigt wird am ersten Abend die rbb-Dokumentation „Hilfe, die Berliner kommen! – Wie Zuzug Brandenburger Dörfer verändert“. Wir freuen uns auf eine kleine Diskussion im Anschluss sowie Geselligkeit und Kultur bei abendlicher Stimmung im Garten.
Zusammen mit der ganzen Familie kann man die Kleist-Stadt Frankfurt (Oder) bei dieser GPS-Schatzsuche neu entdecken. Nach 90 Minuten hat man nicht nur einen kleinen Spaziergang hinter sich, sondern auch eine Menge Spaß – und lernt mehr über die Stadt und ihren berühmtesten Sohn.
Am zweiten Filmabend zeigen wir eine DDR-Fernsehfassung von Kleists Lustspiel „Der zerbrochne Krug“, die 1990, in einer Zeit starker Umbrüche, kaum wahrgenommen wurde. Der digital restaurierte Film mit bedeutenden Schauspieler*innen, u. a. Gunter Schoß (Gerichtsrat Walter), Ursula Karrusseit (Frau Marthe Rull) und Horst Drinda (Dorfrichter Adam), begeistert noch heute das Publikum.
Dem Freund Lessings und Gleims widmete die Freimaurerloge ein Grabdenkmal, das heute noch im Getraudenpark zu sehen ist. Bei einem gemütlichen Gespräch im Museumsgarten mit Kaffee erzählt Viviane Jasmin Meierdreeß über Ewald von Kleist in der Sammlung des Kleist-Museums und seine Dichtungen.
Der Musiker, Komponist und Geschichtenerzähler Thomas Strauch widmet sich dem barocken Dichter Johann Christian Günther (1695–1723), der in seinem kurzen Leben einen reichen Schatz an poetischen Texten geschaffen hat. Vertonte Gedichte werden zu Liedern, die Günthers Lyrik behutsam ins Heute übertragen.
Gemeinsam besuchen wir das Chamisso Museum im Kunersdorfer Musenhof und erleben eine Führung durch die dortige Ausstellung. Adelbert von Chamisso (1781–1838) schrieb hier 1813 seine berühmte Novelle „Peter Schlemihls wundersame Geschichte“, aus der es eine kurze Lesung geben wird.
Ort: Museum Knoblauchhaus, Poststraße 23, 10178 Berlin
Am 16. Oktober feiern wir den 300. Geburtstag Daniel Chodowieckis. Der in Danzig geborene Künstler zog als Siebzehnjähriger nach Berlin und wurde zum erfolgreichsten Grafiker seiner Generation. Seine Arbeiten sind bis heute international präsent. Anna Schultz spürt Chodowieckis Lebenswelt im Stadtraum, in Archiven und grafischen Sammlungen nach.
„Ich habe in Paris mein Werk […] verworfen, und verbrannt: und nun ist es aus.“, schreibt Kleist 1803 über seinen „Guiskard“. Das Drama um den Herzog der Normänner ist heute nur als Fragment erhalten. Gemeinsam treten wir vom Museumsgarten in das Lager Guiskards. Bringen Sie Picknickdecken und Speisen mit, Getränke können Sie vor Ort erwerben.
Der Film von Dominik Graf erzählt von der Liebe Friedrich Schillers (Florian Stettner) zu den Schwestern Charlotte (Henriette Confurius) und Caroline (Hannah Herzsprung) von Lengefeld. Caroline ist unglücklich verheiratet mit Friedrich von Beulwitz (Andreas Pietschmann), die schüchterne Charlotte träumt von einem sie liebenden Gatten… Der Film wurde unter 17 deutschsprachigen Produktionen als Kandidat für den OSCAR 2015 ausgewählt.
Eintritt: 12 €, erm. 9 € (inkl. Kaffee und Croissant)
Kleist und die Musik – ein weites und facettenreiches Feld. Wie wählt man aus der vorhandenen Fülle an Themen und Objekten, wenn man zwei Ausstellungsräume bespielt? Zur Finissage gibt Kurator Adrian Schliebe einen Einblick in die Entstehung seiner Ausstellung und führt ein letztes Mal durch „Zerbrochne Harmonien“.
Mit der Autorin Eleonora Hummel und der bildenden Künstlerin Amber Hummel zog Anfang Juli erstmals ein Mutter-Tochter-Tandem in das Wohnhaus des Schriftstellers Günter de Bruyn (1926–2020) ein. Eleonora Hummel liest aus preisgekrönten wie unveröffentlichten Texten.
Wie wurden Nachrichten zu Kleists Zeiten übermittelt? Zunächst entstehen eigene Siegelstempel, mit denen Briefe verschlossen werden können. Anschließend werden Umschläge gefaltet und mit Tinte und Feder beschriftet. In Sütterlin-Schrift werden schließlich eigene Texte verfasst und gestaltet.
Teilnahmegebühr: 5 € pro Person, inkl. Materialien, Spenden willkommen; Anmeldung unter kasse@kleist-museum.de nötig
Um 17:30, 19:30 und 21:30 Uhr bieten wir Express-Führungen durch unsere Dauerausstellung „Rätsel. Kämpfe. Brüche.“ an. Um 18:30 und 20:30 Uhr erzählen wir Geschichten über ausgewählte Objekte, die normalerweise nicht im Rampenlicht stehen.
Zum Ausklang der Museumsnacht laden wir um 22 Uhr zum „PubQuiz“ in Kooperation mit dem KUKURYKU! ins Museum ein. Rätseln Sie allein oder in kleinen Gruppen zu allen möglichen Fragen – Kleist-Wissen nicht vonnöten. Und einen kleinen Preis gibt es auch zu gewinnen!
Bücher prägen sein Leben: Nach der Fachschule für Bibliothekare und Zwischenstationen in der Stadt- und Bezirksbibliothek Frankfurt (Oder), im Jugendliteraturclub, im Stadtarchiv, im Frankfurter Haus der Künste und in der Bücherstube des Union Verlages hatte es Hans-Jürgen Rehfeld das Kleist-Museum angetan.
Laudatio: Wolfgang de Bruyn; musikalische Begleitung: Hannes Zerbe
Eine Veranstaltung der LOSCON Kulturstiftung für Ostbrandenburg
„Ach!“, seufzt Alkmene am Ende des Dramas „Amphitryon“ und prägt damit einen der wohl bekanntesten Kleist-Ausdrücke. Gemeinsam beschäftigen wir uns mit dem Drama rund um Doppelgänger, Götter und Menschen.
Bringen Sie Picknickdecken und Speisen mit, Getränke können Sie vor Ort erwerben.
Die Klarinette wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts erfunden und wird mit Kleist in Verbindung gebracht. Doch woher kannte Kleist das neuartige Musikinstrument? Die Schwester Friedrichs des Großen spielt eine Rolle, das Exerzieren der Gardesoldaten in Potsdam und die Militärmusik.
Torsten Flüh präsentiert in Bild und Ton eine wahrscheinliche Geschichte Heinrichs von Kleist mit der Klarinette.
Eintritt: 8 €, erm. 5 € (inkl. Salontee und Gebäck)
Seit 1991 ehren die Kleist-Festtage jährlich im Oktober den in Frankfurt an der Oder geborenen Dichter Heinrich von Kleist. Das Theater- und Literaturfestival ist eine Gemeinschaftsproduktion der Stiftung Kleist-Museum und des Theaterhauses Kleist Forum.
ab 16:30 Uhr: Ein Kleid für Käthchen, Performance am Käthchen-Denkmal // Plac Wolności, Słubice
ab 17:30 Uhr: Einzug und Eröffnung // Kleist-Museum
Mit einer Performance in Słubice und einem feierlichen Einzug in die „Offene Werkstatt“ eröffnen die Kleist-Festtage 2026 im Kleist-Museum zugleich den Prolog zum Jubiläumsprogramm „Kreuzungen – Intersections. 250 – Kleist“. Im Mittelpunkt steht die vom Kollektiv Guerilla Architects gestaltete „Offene Werkstatt“ – ein neuer Raum für Begegnung, künstlerische Aktionen und gemeinsames Denken. Nach der Vorstellung des Prolog-Programms lädt ein Rundgang zum Austausch und Weiterdenken ein.
Studierende der Viadrina zeigen in der „Offenen Werkstatt“ Projekte zwischen Forschung, Gestaltung und Wissenschaftskommunikation – darunter ein Hörspiel-Podcast und eine Ausstellung im Zeitschriftenformat. Ein Abend über Fragen, Experimente und neue Wege, Kleist zu erzählen.
Mit: Nico Burgmeier, Christin Eichstädt, Christoph Pabel, Jan-Marius Rogler
Was bleibt von Käthchen – und was widersetzt sich? Einen Tag nach der Premiere von „Kätzchen Käthchen“ geben Regisseurin Beata Anna Schmutz und Autorin Lea Langenfelder Einblicke in ihre Arbeit frei nach Kleists „Das Käthchen von Heilbronn“. Im Gespräch mit Dr. Barbara Gribnitz geht es um feministische Lesarten, künstlerische Prozesse und eine Inszenierung zwischen Erinnerung und Aufbegehren.